Samstag, 1. März 2014



fingerzeig


laß es früh sein
eine zeit, die aufgeht
nimm den herbst
heiß ihn willkommen
laß ihn dein freund sein
und den andern
gib dich verloren
denk nicht an ihn
nimm ihn auf
laß den wind ein
in deine kammer
bette dich weich
wundere dich nicht
lege musik auf
händel ist gut
das leben wird schön
richtet sich
früh laß ihn ein
heiß ihn willkommen
gib dich ihm



Donnerstag, 20. Februar 2014




regen pfeift (daher der regenpfeifer)
du sagtest, ich bin ein anderer

der den schein
nicht aufrecht erhält

immer nehmen wir
teil

du, der du ein anderer bist
es geht vorbei

nichts
versteht sich



Samstag, 15. Februar 2014



offenbarung


da löst sich schwere
von himmel und erde

in stille einzig
deutlich zu hören

und der wind
nimmt den wind auf den vogel

ins tosen hinein ja es werde
nichts

als erwartung oh bruder
einer weiteren

himmelrichtung



                                c.d. friedrich

Dienstag, 11. Februar 2014



erdacht


für eine weile
nahm es mich hin
war ich ganz da

du nahmst es hin
und ich kam
meiner vollendung nah



Samstag, 8. Februar 2014



bleibe


um zu lernen
daß alles geht
soll das herz einen neuen
rhythmus finden sich
lösen in ihm

verformt
lebe ich weiter hervor
gegangen aus wirrem
ich liebe dich
in mein zurückgeblieben



Dienstag, 4. Februar 2014



erzengel, fruchtbar


ich fiel auf
einen boden
denn durch dein fortsein
bist du da
und der unmögliche
nicht fremd

verstreut im raum
bin ich ganz
teil material
der unsichtbaren
materie

in den gläsernen
scherben im licht
sind alle formeln
durch die ihr
aufs ungeheure schließt

mindestens einer
wirklichkeit muß ich doch
angehören
die mich nicht fürchtet
fürchtet mich nicht



Montag, 3. Februar 2014



februar


eisgrau –
was, wenn auch worte
nicht leer genug